Zur Einführung, um manches besser zu verstehen, weil es stimmt, " am Gelde hängt, zum Gelde drängt doch alles":

(koste es was es wolle)

http://www.staatomat.de/

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Wie kommt der Krieg in die Köpfe -und in die Herzen?

Kölner Aufruf gegen Computergewalt

1. Killerspiele sind Landminen für die Seele.

5-, 15-und 25jährige sitzen heute Stunden, Tage und Nächte vor Computern und Spielekonsolen. In "Spielen" wie "Counter-Strike", "Doom 3", "Call of Duty", "Halo 3", "Crysis", "Grand Theft Auto IV" u.a. üben sie systematisches und exzessives Töten mit Waffen vom Maschinengewehr bis zur Kettensäge. Sie demütigen, foltern, verstümmeln, zerstückeln, erschießen und zersägen Menschen an ihren Bildschirmen.

Längst ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass Mediengewalt und vor allem Killerspiele verheerende Wirkungen insbesondere auf Kinder und Jugendliche haben.

Ebenso ist im Alltag von Eltern, Lehrerinnen und Lehrern, Erzieherinnen und Erziehern längst unübersehbar, dass Kinder und Jugendliche durch Computerspiele aggressiver, gewalttätiger und abgestumpfter werden. Belegt ist: Je brutaler die Spiele sind und je mehr Zeit die Kinder damit vergeuden, desto schlechter sind die Schulleistungen.
Viele Eltern sind verzweifelt, Lehrerinnen und Lehrer haben mit steigender Brutalität und Schulversagen zu kämpfen.

2. Killerspiele sind aktives Kriegstraining

Killerspiele entstammen den professionellen Trainingsprogrammen der US-Armee, mit denen Schusstechnik, Zielgenauigkeit und direktes Reagieren auf auftauchende Gegner trainiert werden: Die Soldaten werden desensibilisiert und fürs Töten konditioniert, die Tötungshemmung wird abgebaut. Genauso werden durch Killerspiele Kindern und Jugendlichen Spezialkenntnisse über Waffen und militärische Taktik vermittelt, denn diese sogenannten "Spiele" sind in Wirklichkeit Simulationen der Kriegsrealität:
Sie erzeugen Angst, Stress und andauernde Adrenalinschübe. Sie erzwingen unmittelbare Handlungen in einem Reiz-Reaktions-Schema und verhindern so gezielt kritische Distanz und Mitgefühl. Die virtuellen Räume und die reale Welt durchdringen sich, werden ununterscheidbar. Der "Spielraum" unserer Kinder und Jugendlichen entspricht der Wirklichkeit des Kampfes von Soldaten in den völkerrechtswidrigen Kriegen z.B. im Irak und in Afghanistan. Vor genau solchen Zielmonitoren sitzen Panzer-, Flugzeug-und Hubschrauberbesatzungen und schießen wirkliche Menschen einzeln ab - gelernt ist gelernt.

3. Wer profitiert vom Krieg in den Köpfen?

Die "Global Player" der Spieleindustrie profitieren in einer stagnierenden globalen Wirtschaft vom größten Wachstumsmarkt. Die Computerspielbranche hat einen weltweiten Jahresumsatz von über 30 Milliarden Euro. Computerspiele sind gigantische Geldmaschinen: Die Branche wächst zweistellig, die Rendite ist riesig, denn Computerspiele sind teuer bei geringen Investitionen. Dieser boomende Markt wird in Deutschland sogar staatlich gefördert.
Zudem arbeiten Computerspielindustrie und Militär in Forschung, Entwicklung und Anwendung eng zusammen:
Spielentwicklung und Forschungen über militärische Simulationen ergänzen einander. Die US-Armee setzt Computerspiele zur Anwerbung von Soldaten ein (z.B. www.americasarmy.com). Games-Konzerne dienen somit als Teil des militärisch-industriell-medialen Komplexes dazu, mit "Spielen" die künftigen Soldaten heranzuziehen.
Das Alltagsleben wird vom Krieg durchdrungen, um Akzeptanz für die derzeitigen und künftigen Kriege zu schaffen.
Diese Spiele sind somit massive Angriffe auf Menschenrechte, Völkerrecht und Grundgesetz. Warum also wird hiergegen nichts unternommen?

4. Komplizen, Kollaborateure und Profiteure der Killer-Industrie

Die Entwicklung von Computerspielen wie die Verharmlosung ihrer Wirkungen funktionieren nur, weil Wissenschaftler und Hochschulen seit langem mitspielen. Hochschulen richten Studiengänge für die Games-Industrie ein und Wissenschaftler kreieren eine neue Sprache, die die Wirklichkeit verschleiert statt aufzuklären: Mit Nebelbegriffen wie "Medienkompetenz" und "Rahmungskompetenz" wird pseudo-wissenschaftlich suggeriert, dass Kinder und Jugendliche mit Killerspielen sinnvoll "umgehen" könnten, ohne seelischen und körperlichen Schaden zu nehmen. Die Spiele sind aber gerade so angelegt, dass dies nicht möglich ist.

Kritik an Computerspielen wird als "unwissenschaftlich" diffamiert. Tatsächlich gibt es aber keinen sogenannten "Wissenschaftsstreit": Über 3500 empirische Untersuchungen belegen den Zusammenhang zwischen dem Konsum von Mediengewalt und gesteigerter Aggressivität.

Wissenschaftler, die dies leugnen, machen sich zu Komplizen und sind Profiteure des militärisch-industriellmedialen Komplexes, denn deren Institute erhalten umfangreiche finanzielle Unterstützung der Games-Industrie. Die Hochschulen bekommen kaum mehr staatliche Gelder und werden so immer mehr zum Dienstleister der Industrie. So wird wissenschaftliche Korruption und Abhängigkeit von Wirtschaft und Militär geradezu provoziert.

Auch die Politik macht sich zum Handlanger dieser Interessen:
Derzeit laufen Beschlussanträge im Bundestag, die Computerspiele zum „Kulturgut“ erklären wollen. Gelten Gewaltspiele als "Kunst", kann damit aber der Jugendschutz ausgehebelt werden.

Die staatliche "Bundeszentrale für politische Bildung" beteiligt sich zudem seit Jahren an der Verharmlosung von Gewaltspielen. Hier veröffentlichen nahezu ausschließlich solche "Medienpädagogen", die der Games-Industrie nahestehen und deren Schriften offen für Gewaltspiele werben. So finanzieren die Bürger mit ihren Steuergeldern ihre eigene Desinformation. Die Bundeszentrale verstößt damit gegen den grundgesetzlichen Auftrag zur Friedenserziehung.

5. Wer verantwortlich ist

Verantwortlich sind also nicht Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, denen die Bewältigung der Folgen immer zugeschoben wird. Verantwortlich sind Hersteller und Kriegsindustrie; die inflationäre Verbreitung der Spiele ist politisch gewollt und wird von "Wissenschaft" und Medien bereitwillig vorangetrieben.

Tatsächlich brauchen Kinder und Jugendliche nicht "Medienkompetenz", sondern eine Medienbildung, die Herzensbildung mit einschließt. Kinder und Jugendliche müssen an die sinnvolle und mitmenschliche Bewältigung der realen Aufgaben unserer Zeit herangeführt werden. Daher müssen Eltern, Lehrer und alle Bürger die Verantwortlichen benennen und zur Rechenschaft ziehen.

Wir lassen nicht zu,

Wir fordern,

Die Erstunterzeichner finden Sie hier: Koelner Aufruf gegen Computergewalt

... und weitere 432 Erstunterzeichner und 533 Unterstützer (Stand: 03.03.09).
Weitere Erstunterzeichner oder Unterstützer wenden sich an:
Prof. Dr. Maria Mies, Blumenstr. 9, 50670 Köln (V.i.S.d.P.), koelner.aufruf@gmx.de.
Hier können auch der Aufruf und Unterschriftenlisten angefordert werden.
Siehe auch : Koelner Aufruf - Listen

Passend zu unserem Thema:

"Normal ist das nicht…"

Dieser Spruch aus der Werbung hat es in sich. Er postuliert eine imaginäre Normalität als nicht attraktiv und das Nicht-Normale als erstrebenswert. Das Normale ist erst wieder im Normenlosen normal.
In der Literatur spricht man von einem späten Sieg der 68-iger. Und außer den Kirchen wagt es kaum noch einer, gegen die schrankenlose Selbstverwirklichung von Individualität aufzutreten. Und die das nicht können, werden ungestraft an den Rand der Gesellschaft gedrückt, ihrer Individualität beraubt, werden vom Subjekt zum Objekt. So Kinder, so Behinderte, so Alte und Gebrechliche, so die, die Kosten verursachen, statt Profit zu erwirtschaften, denn sie haben keine Lobby. Das Trauerspiel um die Gleichstellungsgesetze für Behinderte in Deutschland hatte viele Akte und ein vorläufiges Ende erst auf dem Papier, und das Spiel um ein Antidiskriminierungsgesetz, das Nichtgleichstellung endlich sanktioniert, hat sich zur Posse entwickelt und wurde vom Staatstheater abgesagt, denn es gibt z.Z. davon genügend und bessere.
Und man muss ja nicht unbedingt auf einer Unicef-Gala mit einem Scheck glänzen, auf dem Kinderstrich an der deutsch-tschechischen Grenze warten Hunderte arme Kinder, denen man direkt spendet.
Wohltäter dieser und anderer Art, in ihrer Kinderliebe und ganz individuellen Art der Selbstverwirklichung sogar manchmal missverstanden, gibt es in Deutschland zig-tausende.
Wir, der TEV, geben zu, dass wir missverstehen und das aus gutem Grund:

Wir fordern die Selbstverwirklichung der Kinder über die Rechte der Kinder nach der Kinderkonvention der UNO und wir kämpfen dafür, dass diese Rechte zur gesellschaftlich anerkannten Norm werden.

Denn normal ist das nicht. Wir fordern Grenzen im scheinbar Grenzenlosen.

Ein Brief an uns, an alle, zeigt das:

Sehr geehrte Damen, sehr geehrte Herren,
mein Name ist xyz ich bin Lehrerin an einer Grundschule in xyz (Niedersachsen).
Vor einiger Zeit stieß ich per Zufall im Internet auf eine Seite, auf der sich pädophil veranlagte Menschen ungehindert und für jedermann erreichbar offen über ihre sexuellen Präferenzen für kleine, nicht geschlechtsreife Kinder austauschen, über Täuschungsstrategien bei den Eltern, um an die Kinder heranzukommen, über Sex mit, an, vor den Kindern.

http://www.girlloverforum.net
http://213.219.216.202/glf/viewtopic.php?t=991

Dieses Forum ist nur eines von ganz vielen dieser Art.
Entsetzt über diese Tatsache habe ich mit zwei Freunden am 1.7.2005 eine Onlineinitiative gestartet: www.onlinepetitionen.de

Ziel dieser Aktion ist es, Auskunft vom Familienministerium und von den etablierten Parteien darüber zu erhalten, was getan wurde bzw. was zukünftig getan werden soll, um Kinder besser vor sexuellem Missbrauch zu schützen.

Unterstützt wurde unsere Aktion von www.gegen-missbrauch.de, einem Verein für Betroffene, Partner und Gegner von sexuellem Kindesmissbrauch.
Dort erschien unser Projekt als Projekt des Monats Juli 2005.

Unterstützung wurde uns von Renate Körner vom GEW-Hauptvorstand (Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft) zugesagt. Frau Körner schrieb: *Wir werden auf Ihre Seite www.onlinepetitionen.de in der GEW-Mitgliederzeitung unter der Rubrik "Anschlagtafel - Um Mitarbeit wird gebeten" hinweisen. Ich habe Ihre Mail auch an die Redaktionen der 16 GEW-Landeszeitungen mit der Bitte weitergeschickt, eine Veröffentlichung zu prüfen.*

Ferner werden wir vom Bundesverband der Lehrerinnen und Lehrer an Wirtschaftsschulen e. V. (VLW) unterstützt.

Herr Hahn von der Redaktion Wirtschaft und Erziehung schrieb uns:
*Ich werde in der nächsten Ausgabe unserer Bundeszeitschrift WIRTSCHAFT UND ERZIEHUNG auf Ihre Seite hinweisen und um Unterstützung bitten.*

Ebenfalls Unterstützung zugesagt haben der Landeselternverband für Kindertagesstätten und Schulen in Bayern e.V. und der Mittelfränkische Elternverband e.V.

Unser Anliegen und unsere Bitte:

Bitte seien Sie so freundlich und prüfen Sie, ob auch Sie die Seite www.onlinepetitionen.de unterstützen wollen und können, indem Sie den Link verbreiten und somit dafür sorgen, dass möglichst viele Unterschriften zusammenkommen.

Mit freundlichen Grüßen

xyz*

Wir, der TEV, stehen in einer Front mit dieser Initiative
* Aus Gründen des Personenschutzes wurden Namen und Daten entfernt


Zum Internationalen Symposium am 24./25. Oktober 2004 in Greiz

„Gewalt gegen Kinder: Konsequenzen für die Rechtsstaatlichkeit sowie die polizeiliche und juristische Zusammenarbeit in Europa“

sind wir mit folgendem Beitrag aufgetreten:

Deutsche Politik und deutsche Wirklichkeit zu Fragen des Kinderhandels und der Kinderprostitution aus der Sicht von Eltern

Was Eltern wissen:

Kinderprostitution – ein Weltproblem

Kinder sind die schwächsten Mitglieder der Gesellschaft. Kinder zu verletzen fällt leicht. Ihre Würde als Mensch wird millionenfach missachtet, ihnen die Kindheit zu rauben ist zum profitträchtigen Geschäft geworden. Verbrechen an und gegen Kinder und ihre Kindheit sind weltweit verbreitet, darunter die Kinderprostitution.
Nach unterschiedlichen Schätzungen ( WHO, UNICEF, andere) arbeiten zwischen zwei bis vier Millionen Mädchen und Jungen weltweit als Prostituierte.
Ständig bilden sich neue Zentren der Kinderprostitution heraus. Nach Schätzungen von UNICEF wurden Tag für Tag rund 3.000 Mädchen und Jungen von Menschenhändlern verkauft und als Prostituierte missbraucht – jährlich 1,2 Millionen. Andere UNICEF-Berichte gehen von weltweit jährlich mehreren Millionen neuen Fällen von Kinderprostitution vor allem in Entwicklungsländern aus.
Auch in der EU gibt es Kinderprostitution ,und auch in Deutschland. Dabei gibt es in Deutschland nach UNICEF eine große, schwierig aufzudeckende Grauziffer. Doch während der deutsche Finger entrüstet auf Tschechien, Bukarest, Moskau oder Thailand zeigt, wird das Thema auf allen Ebenen in Deutschland selbst vergleichsweise weitgehend unterdrückt.

Ursachen für die Kinderprostitution

Hauptursache ist eine auf Profit orientierte Wirtschaftsordnung, die die Bedingungen für Kinderprostitution schafft. Das ist insbesondere Massenelend. Es sterben laut UNICEF jährlich 6 Millionen Kinder auf dieser Welt an Hunger oder Mangelernährung. Der Zwang, mit allen Mitteln zu überleben bzw. die Familie zu ernähren – eine Prostituierte in Asien ernährt mit ihrem Einkommen 18 Familienangehörige - auf der einen Seite und eine rasant steigende Nachfrage durch eine aus allen Fugen bürgerlicher Moral- und Wertevorstellungen geratene Wohlstandsgesellschaft auf der anderen Seite machen es, dass der Handel zur Kinderausbeutung boomt. Verbrecherringe verdienen Milliarden. Die Gewinne sind enorm: Für 50 Euro, die Händler für ein Mädchen aus Moldawien zahlen, bekommen sie in den Bordellen der Balkanstaaten oder Westeuropas ein Hundertfaches. Nach UNICEF-Schätzungen setzen Verbrecherringe mit Kinderprostitution und Kinderpornografie jährlich weltweit mehr als elf Milliarden Mark um.
Nach Schätzung der Vereinten Nationen werden zehn Millionen Mädchen und Jungen zu Opfer sexueller Gewalt.
„Sie kommen zwar mit dem Leben davon, aber sie haben keine Zukunftschance“, seelische und körperliche Qualen, Deformierung der Persönlichkeit, Flucht aus der zerrütteten Familie, ein Leben auf der Straße und in die Kinderprostitution - zum Überleben in dieser oder jener Form – das Durchschnittslebensalter, das so erreicht wird, sind 20 Jahre. Durch eine steigende Nachfrage nach immer jüngeren Kindern und die hohe Sterblichkeitsrate unter den Kinderprostituierten können jetzt jährlich 2 Millionen Kinder neu in die Prostitution gezwungen werden. Auf dem Weltkongress in Yokohama sprachen Experten von 5 Millionen.
So ist das durchschnittliche Einstiegsalter in Indien von 15 auf 12 gesunken. Dies steht auch in Zusammenhang mit der weltweiten Ausbreitung von AIDS: Sextouristen gehen davon aus, je jünger ein Kind, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, dass es bereits HIV-positiv ist.
Beobachter haben auf dem deutsch-tschechischen Kinderstrich Kleinstkinder und Babys im Angebot gesehen.

Kinderprostitution in Deutschland

Nach Angaben aus der polizeilichen Kriminalstatistik wurden im Jahr 1999 in Deutschland 19.431 Fälle des sexuellen Missbrauchs von Kindern angezeigt. Im Jahre 2001 wies die Statistik 19.230 angezeigte Opfer sexuellen Kindesmissbrauchs auf. Davon waren 77 Prozent weiblich und 23 Prozent männlich. Die überwiegende Mehrzahl (rund 91 Prozent) war zwischen sechs und 14 Jahre alt. Die Täter waren in etwa 97 Prozent der Fälle männlich.
Den angezeigten Fällen stehen etwa 2.200 Verurteilungen gegenüber

Im Jahre 2002 zählte die "Mitternachtsmission Dortmund" Kontakte zu 747 Prostituierten, 66 davon waren Kinder und Jugendliche. Das bedeutet: jede elfte Prostituierte, die Kontakt zur Mission hatte, war minderjährig. Die tatsächliche Zahl von Prostituierten, Erwachsener wie Minderjähriger dürfte weit höher liegen.

Die Ursachen für Kinderprostitution in Deutschland sind komplexer.

Viele der in Deutschland bekannt gewordenen Fälle von Kinderprostitution haben in der Regel im familiären Umkreis stattgefunden. Wie der Fall aus Sonneberg.. Das war eine 35 jährige Mutter, die vier ihrer sechs minderjährigen Töchter über Jahre hinweg gegen Geld und Lebensmittel zur Prostitution angeboten haben soll
Für Kinder in Deutschland ist die familiäre Zerrüttung der Hauptgrund für die Flucht auf die Strasse. Perspektivlosigkeit, Alkoholismus, Misshandlung und Gewalt kommen hinzu.
Es besteht ein Zusammenhang von Gewalt und sexuellem Missbrauch innerhalb der Familie. Unter den minderjährigen Prostituierten ist der Anteil von Kindern, die bereits innerhalb der Familie sexuelle Gewalt erfahren mussten, besonders hoch
Als Ursache, weshalb sie von zu Hause weggelaufen sind, nennen die meisten Straßenkinder autoritäres Verhalten der Eltern. Wenn Mädchen auf der Straße landen, kommen sie in der Regel rasch mit der Prostitution in Berührung. Spätestens hier in der Gruppe machen sie die ersten sexuellen Erfahrungen. Erst wenn sie sich den männlichen Gruppenmitgliedern hingegeben haben, bekommen sie Schutz, Nahrung und Drogen und die Erfahrung, mit Prostitution zu überleben.
Auf der Straße bekommen die jugendlichen Prostituierten meist rasch eigenen Nachwuchs. Der Zusammenhang von Gewalt, Prostitution, Drogen, Geschlechtskrankheiten und Aids wird verdrängt oder nicht wahrgenommen. Der Kreis schließt sich. Die Mütter von Straßenmädchen, die sich prostituieren, sind oft selbst Prostituierte. Nicht selten sind sie es, die ihre Töchter in die Prostitution einführen. Das ist auch eine der Ursachen, warum man immer mehr junge Mädchen, zum Teil noch im Kindesalter, auf dem Babystrich antrifft. Auch hier spielt Gewalt eine wesentliche Rolle. Mit Gewalt in die Prostitution getrieben, kommen sie in eine Welt von Gewalt, bewegen sich in einem Feld, das durch gewaltsame Kontrolle stabil bleibt und erleiden Gewalt, Gewalt durch die Freier, Gewalt durch die Zuhälter. Um den Ekel und die Gewalt zu ertragen, greifen viele zu harten Drogen.Die Probleme dieser Kinder und jugendlichen Prostituierten sind deshalb andere, sie unterscheiden sich erheblich von denen der älteren Prostituierten. Eine Gleichsetzung unter dem Begriff „Prostituierte“ verfälscht das Problem.
Viele der Kinder und Jugendlichen, besonders ausländische, sind Analphabeten, haben keine Kenntnisse ihrer Rechte, sprechen noch nicht einmal Deutsch. Dies macht es ihnen unmöglich, sich gegen ihre Ausbeuter zu wehren. Weil die meisten illegal im Land sind und keine Papiere besitzen, dürfen sie z.B. das Bordell nie verlassen, da sie sonst Gefahr laufen, verhaftet und abgeschoben zu werden.
Aber auch in einem Wohlfahrtsstaat ist Armut bitter. Kinder leiden unter den Folgen der Arbeitslosigkeit und dem sozialen Abstieg ihrer Eltern. Arme Kinder sind in ihrer seelischen, sozialen und gesundheitlichen Entwicklung akut gefährdet. Armut stiehlt Kindheit. Armut führt jedoch nicht notwendigerweise in die Kinderprostitution. Armut alleine erklärt auch nicht, warum manche Familien ihre Kinder in die Prostitution verkaufen, andere in den gleichen sozialen Verhältnissen aber nicht. Eine weitere Ursache für Kinderprostitution ist die immer noch verbreitete Geringschätzung von Frauen und Mädchen. Derartige Vorstellungen mindern ebenfalls die Skrupel, Mädchen zu missbrauchen und an Mädchen zu verdienen.
Andere Ursachen sind Formen „westlicher“ Lebensweise, einem gewandelten Rollenverständnis von Mann und Frau, mit Selbstverwirklichung und sexueller Freiheit. Männer kommen mit emanzipierten Frauen nicht zurecht. Sexuelle Abnormitäten werden als Recht auf Selbstverwirklichung schöngeredet. Sexuelle Triebtäter erfahren mehr Zuwendung als Straßenkinder. Gut bezahlte Rechtsanwälte kämpfen für pädophile Veröffentlichungen unter dem Deckmantel der Kunst und Pornographie gehört zum Alltag. Das Unrechtsbewusstsein für sexuelle Straftaten schwindet. Viele versuchen, Einsamkeit, Isolation, Stress, Sinnlosigkeit und Leere mit billigem Sex mit „unkomplizierten" Kindern zu kompensieren und sich auszuleben. Jährlich reisen rund

Die gesellschaftliche Draufsicht zur Lösung

Kinderprostitution wird in Deutschland allgemein öffentlich verurteilt, missbilligt und ist strafrechtlich unter Verfolgung gestellt.

Seit dem Start der Unterschriftenkampagne „Kinder sind unverkäuflich!“ am 10. Februar 2003 haben ca.457.000 Menschen in Deutschland die Forderungen von UNICEF unterschrieben. 456.624 Bundesbürger forderten am Weltkindertag 2004 mit ihrer Unterschrift mehr Schutz und Hilfe für die Opfer sowie eine effektivere Strafverfolgung der Täter. Brandenburger Schüler übergaben die 456.624 Unterschriften an Ministerin Renate Schmidt

Eltern fordern
die Politik:

Bei Anerkennung der Bemühungen der Bundesregierung um eine verbesserte Gesetzgebung gegen Kinderhandel und um die Glaubwürdigkeit dieser Bemühungen fordern wir

Eltern fordern

die Gesellschaft:

Kinderprostitution ist ein überaus komplexes Problem. Sie betrifft Kinder, die von ihren Familien verkauft, durch Kinderhändler verschleppt und von Bordellbesitzern regelrecht versklavt werden, bis hin zu Jugendlichen, die sich ,,freiwillig“ prostituieren, um ihr Überleben zu sichern oder ihren Drogenkonsum zu finanzieren.
Wir fordern

Unser gemeinsames Ziel muss sein, Kinder stark zu machen, Selbstbewusste Kinder werden seltener Opfer von Übergriffen durch Erwachsene. Kinder und Jugendliche müssen als eigenständige Persönlichkeiten ernst genommen, als Partner einbezogen und ihnen Raum zur Mitsprache und Mitentscheidung eingeräumt werden Das heißt auch, Kinder in die Entwicklung von geeigneten Präventionsmaßnahmen zum Schutz vor sexueller Ausbeutung aktiv mit einzubeziehen. Durch Partizipationsprojekte zur Prävention von sexueller Ausbeutung von Kindern müssen sie die Möglichkeit bekommen, aktiv im Kampf gegen die sexuelle Gewalt an ihren Altersgenossen und Altersgenossinnen mitzuwirken, um die Aspekte einzubringen, die ihnen wichtig sind. Ein wirksamer Schutz vor sexueller Gewalt kann nur im Miteinander entstehen. Das erfordert eine große Portion Offenheit auf jeder Seite. Tabus helfen nicht, sie schaden nur.
Eltern fordern Hilfsprogramme, die minderjährige Prostituierte beim Ausstieg unterstützen. Wir sind uns bewusst, dass diese sich oft als sehr schwierig gestalten. Soziale Maßnahmen können die vergleichsweise hohen Einkommen nicht ersetzen.
Jobvermittlung, berufliche Weiterbildung und Wohnungssuche sind als flankierende Maßnahmen unverzichtbar. Viele Prostituierte brauchen eine gesundheitliche Betreuung, da sie an AIDS erkrankt sind. Und allgemeine Maßnahmen zur Armutsbekämpfung sind unverzichtbar, um eine der Hauptursachen für Kinderprostitution zu beseitigen. Auch hier sieht die aktuelle Politik nicht so aus, als ob die Regierung das als einen Schwerpunkt erkennt.
Zusammenfassend meinen wir, dass ein wirkungsvolle Kampf gegen Kinderprostitution nur im Gesamt der vorgeschlagenen Maßnahmen möglich ist. Jeder kann und muss seinen Teil dazu beitragen. Wenn das nicht passiert, war dieses Symposium ein Licht im Tunnel, aber nicht der Ausgang.