- des TEV e.V. |
- von Verbänden, Initiativen |
- der Landeselternvertretung (LEV) |
- von Parteien |
- TKM |
- KTS |
Als "einen ersten Sieg" des Blinden- und Sehbehindertenverbandes bezeichnet Karola Stange, Sprecherin für Behindertenpolitik der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag, die Zusage der Thüringer Sozialministerin, nun doch das Blindengeld um 50 Euro je Monat erhöhen zu wollen. Dazu eine aktuelle Pressemitteilung.

Diana Glöckner (V.i.S.d.P.)
Telefon: 0361 – 377 2293
Telefax: 0361 – 377 2321
Mobil: 0151 – 124 194 14
gloeckner@die-linke-thl.de
www.die-linke-thl.de
Presseinfomation Erfurt, den 11.02.2010
Als „einen ersten Sieg“ des Blinden- und Sehbehindertenverbandes
bezeichnet Karola Stange, Sprecherin für Behindertenpolitik der Fraktion
DIE LINKE im Thüringer Landtag, die Zusage der Thüringer Sozialministerin,
nun doch das Blindengeld um 50 Euro je Monat erhöhen zu wollen.
„Ich hoffe, dass das nicht nur ein Manöver zur Beruhigung der Betroffenen
ist, um weitere Proteste zu verhindern.“
Die Behindertenpolitikerin der LINKEN weist darauf hin, dass Thüringen
selbst bei einem erhöhten Satz von 270 Euro Landesblindengeld im Monat
immer noch die vorletzte Position im bundesweiten Ländervergleich einnehme.
DIE LINKE werde den Prozess der anstehenden Erhöhung des Nachteilsausgleichs
für Menschen mit Behinderungen „weiter kritisch begleiten und bei
Nichteinhaltung der Versprechen gemeinsam mit den behinderten Menschen für
Chancengleichheit streiten“, so Frau Stange weiter.

Diana Glöckner (V.i.S.d.P.)
Telefon: 0361 – 377 2293
Telefax: 0361 – 377 2321
Mobil: 0151 – 124 194 14
gloeckner@die-linke-thl.de www.die-linke-thl.de
PRESSEINFORMATION Erfurt, den 03.02.2010
Das Ende Januar vorgestellte Gutachten von Prof. Dr. Eibe Riedel zum Recht auf
gemeinsames Lernen nach der UN-Behindertenrechtskonvention bekräftigt die
Forderungen der Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag.
Nach der UN-Konvention gilt dieser Anspruch in Thüringen bereits jetzt
für jedes Kind. „Es müssen zügig Vorkehrungen getroffen
werden, um eine inklusive Bildung zu verwirklichen. Dazu sind auch zeitnah festgelegte
Qualitätsmaßstäbe notwendig“, fordert Karola Stange, Behindertenpolitikerin
der Fraktion DIE LINKE. „Für inklusive Bildung bedürfe es auch
einer besseren Ausstattung der Schulen in Bezug auf sonderpädagogische
Fachkräfte und Schulpsychologen, die dem besonderen
pädagogischen Förderbedarf von Kindern mit Behinderungen gerecht werden.
Auch die Kommunen müssen als Schulträger ihren Beitrag zur integrativen
Beschulung leisten und verstärkt in barrierefreie Schulen investieren“,
fordert Frau Stange.
Eine Zuweisung zur Sonderschule müssen Kinder und ihre Eltern in Thüringen
auch schon jetzt nicht mehr dulden. „Eltern haben durch die bestehenden
Regelungen im Schulgesetz und durch das Rechtsgutachten juristische Argumente
zur Hand, wonach ihre Kinder Anspruch auf Zugang zur allgemeinen Schule haben“,
stellt die Linksfraktionärin abschließend fest.
Fraktion DIE LINKE im Thüringer Landtag; Jürgen-Fuchs-Straße
1; 99096 Erfurt
Sehr geehrte Damen und Herren,
Schule lebt von der Kooperation Elternhaus-Schule. Sie ist ein Essential der Schulentwicklung. Wie aber wird diese Kooperation wahrgenommen? Was ist gut daran, was lässt sich verbessern?
Die heute gestartete Befragung des Bildungsbarometers geht auf solche und ähnliche Fragen an. Zielgruppe der Befragung sind Eltern, Lehrkräfte und Schüler, aber auch andere an Bildung Interessierte.
Ich bitte Sie herzlich, Ihre Leser, Hörer und Zuschauer auf diese Befragung
aufmerksam zu machen.
Wenn Sie Fragen haben, dann setzen Sie sich gerne mit mir in Verbindung.
Herzlichen Dank für Ihre Unterstützung
Prof. Dr. Reinhold S. Jäger
Geschäftsführender Leiter
Landau, Dezember 2009
In wissenschaftlichen Untersuchungen hat sich immer wieder gezeigt,
dass die „Wirksamkeit“ von Schule wesentlich von einer (gelungenen)
Zusammenarbeit von Eltern, Schülern, Lehrenden und auch den Behörden
abhängt. Insbesondere aber scheint die Kooperation zwischen Elterhaus und
Schule eine wichtige Determinante für den schulischen Erfolg der Kinder
zu sein. Das Bildungsbarometer stellt daher diese Kooperation aus der Sicht
von Lehren, Eltern und Schülern in den Mittelpunkt seiner neuesten Befragung.
Grundsätzlich ist davon auszugehen, dass sowohl Schule und Lehrkräfte
als auch die Eltern/Erziehenden ein gemeinsames Ziel haben, nämlich das
jeweilige Kind so zu fördern, damit es seinen Begabungen und Neigungen
entsprechend seine Fähigkeiten entfalten kann. Dennoch scheinen Berührungsängste
zwischen Schule und Elternhaus zu existieren, die eine gelungene Zusammenarbeit
erschweren oder aber sogar verhindern.
Im neuesten Bildungsbarometer stehen daher Fragen der folgenden Art im Blickpunkt:
• Welche Erfahrungen und Meinungen haben die Befragten zum Thema „Zusammenarbeit
Elternhaus - Schule?
• Welche Formen der Elternarbeit halten sie für sinnvoll, welche
Formen der Elternarbeit werden praktiziert?
• Werden die Anliegen der Lehrenden im Hinblick auf die Mitwirkung der
Eltern im schulischen Kontext wahrgenommen?
• Sehen sich Eltern von den Pädagogen respektiert und in ihrem eigenen
Erziehungsauftrag wertgeschätzt?
Diese und andere Fragen bilden den Schwerpunkt der Befragung.
Die Befragung wird wiederum online durchgeführt. Sie wird unter der Adresse
http://dezember09.bildungsbarometer.de
aufgerufen.
Prof. Dr. Reinhold S. Jäger, der geschäftsführende Leiter des
zepf, meint zur dieser neuen Befragung des Bildungsbarometers: „Wir benötigen
aus der Schulwirklichkeit viele Informationen über das Miteinander. Die
Ergebnisse des Bildungsbarometers werden Ergebnisse darüber liefern, wo
Schwachstellen sind, welche die interne Schulentwicklung behindern. Sie werden
auch Anlass zu einer gemeinsamen Diskussion zwischen allen Beteiligten an jeder
Schule sein können, damit Schule immer mehr dem entsprechen kann, was sie
tun will: Kinder zu fördern und einen Beitrag für deren Lebenserfolg
zu leisten“.
Die Befragung ist für die Zielgruppen Lehrer, Eltern und Schüler,
sowie alle an Bildung Interessierte in der Zeit vom 9.12.2009 bis zum 15.1.2010
geöffnet.
Die Ergebnisse der Befragung werden in Form eines Newsletters und als Bericht
veröffentlicht. Die bisherigen Veröffentlichungen des Bildungsbarometers
stehen als download unter folgender Adresse zur Verfügung:
http://www.vep-landau.de/Bildungsbarometer.htm
Bildungsbarometer ist eine gemeinsame Aktion des Zentrums für empirische
pädagogische Forschung (zepf) der Universität in Landau und der Schülerhilfe
(Gelsenkirchen).
Kontakt:
Prof. Dr. Reinhold S. Jäger
Geschäftsführender Leiter
zepf - Zentrum für empirische pädagogische Forschung
Universität Koblenz-Landau, Campus Landau
Bürgerstraße 23
D-76829 Landau
Telefon: +49-(0)6341-906-175
Telefax: +49-(0)6341-906-166
E-Mail: jaeger@zepf.uni-landau.de
Weitere Informationen:
http://www.zepf.uni-landau.de
http://www.bildungsbarometer.de
http://www.deutscher-innovationspreis.de
VB für eine bessere Familienpolitik; Pressemitteilung
Jena, 19.11.2009
Der Gesetzentwurf des Volksbegehrens „für eine bessere Familienpolitik“
steht heute auf der Tagesordnung des Landtages. Das ist den beiden Oppositionsparteien
Grüne und Linke zu verdanken. Hans-Arno Simon, Vertrauensmann des Volksbegehrens,
kommentiert das so: „GRÜNE und LINKE haben damit ihr Wahlversprechen
zügig umgesetzt. Schade, dass unser Bündnispartner SPD da nicht mittun
mochte.“
Simon erinnert an das Wahlversprechen von Christoph Matschie, den Gesetzentwurf
des Volksbegehrens zügig und vor allem ohne Abstriche umzusetzen. Kürzlich
habe er in einem Gespräch mit den Vertrauenspersonen bekräftigt, noch
in diesem Jahr einen entsprechenden Gesetzentwurf ins Parlament einbringen zu
wollen.
„An diesem Versprechen werden wir ihn jetzt messen“, sagt Hans-Arno
Simon und bedauert die zeitliche Verzögerung, die durch den separaten Entwurf
eintritt. Er begrüßt die Aussage der Ministerpräsidentin in
ihrer heutigen Regierungserklärung: „Die Koalitionsvereinbarung gilt!“.
Damit bestehe Hoffnung, dass dem Anliegen des Volksbegehrens in der Tat entsprochen
wird.
Das Volksbegehren wird am 10. Februar 2010 in die zweite Runde gehen; dann müssen
die Organisatoren binnen vier Monaten mindestens 200.000 Wählerstimmen
sammeln.

VB für eine bessere Familienpolitik; Pressemitteilung
Jena, 18.11.2009
Der Trägerkreis des Volksbegehrens „für eine bessere Familienpolitik“
bereitet sich auf den Fall vor, dass die CDU-SPD Koalition ihre Vorschläge
zu einer Reform des Kita-Gesetzes verwässert. Peter Häusler, einer
der Sprecher der Initiative, bezeichnete die Regelungen zu Personalausstattung,
Fachkräfteprinzip, Weiterbildung, Fachberatung, Elternmitwirkung und Integration
förderbedürftiger Kinder als nicht verhandelbar.
Am gestrigen Dienstag legte der Trägerkreis des Volksbegehrens seinen Aufgabenplan
bis zum Start der Unterschriftensammlung am 10. Februar 2010 fest. Unter
anderem werden landesweite Briefaktionen gestartet, eine Podiumsdiskussion mit
Landespolitikern organisiert (14. Dezember) und landesweite Schulungen für
die Unterschriftensammler durchgeführt (Termine sind auf der Webseite www.bessere-familienpolitik
einsehbar). Inzwischen konnte der Trägerkreis ausreichende Spenden für
die Unterschriftenbögen sammeln, braucht aber noch Gelder für Postversand
und Infomaterial. Als zentrale Anlaufstelle wird das Wahlkreisbüro des
Bundestagsabgeordneten Ralph Lenkert (LINKE, Jena) dienen, der zudem Sprecher
des Volksbegehrens ist.
„Wir habe noch viel zu tun, aber wir liegen hervorragend im Zeitplan“,
sagt Peter Häusler. Er
Er ist überzeugt, die noch fehlenden finanziellen Mittel schon bald durch
Spenden sichern zu können (Spendenkonto: TLfK e.V., Kontonummer: 130076180,
Sparkasse Mittelthüringen BLZ: 820 51 000, Verwendungszweck: VB).
"Volksbegehren
nimmt erneut Fahrt auf
In seiner gestrigen, gut besuchten Sitzung legte der Trägerkreis „für eine bessere Familienpolitik“ seinen Zeitplan bis zum Start des Volksbegehrens am 10. Februar 2010 fest. Peter Häusler, einer der Sprecher betont: „Am Tag des Starts müssen eine Million Unterschriftenbögen bei allen Unterschriftensammlern des Landes verteilt sein, die von da an über vier Monate hinweg täglich insgesamt 1625 Unterschriften sammeln müssen. Diesen Kraftakt schaffen wir nur, wenn wir ihn ab sofort konsequent vorbereiten.“ Schon in den nächsten Tagen werden die Regionalverantwortlichen und Unterstützer des Volksbegehrens daher Post aus der Zentrale mit genauen Informationen zum Zeitplan erhalten. Peter Häusler ist überzeugt: „Wir werden in den nächsten beiden Monaten die Zahl der Unterstützer vor Ort verdreifachen und damit einen wichtigen Schritt zur erfolgreichen Unterschriftensammlung vollziehen." Wer das Volksbegehren unterstützen möchte findet seine regionalen Ansprechpartner unter www.bessere-familienpolitik.de und kann sich durch eine formlose E-Mail an volksbeg@web in den Infoverteiler aufnehmen lassen (Namen und Landkreis bitte angeben).
Das Volksbegehren war im Juni mit über 17.000 Unterstützerunterschriften beantragt worden, der Antrag ist mit seiner Veröffentlichung im Gesetz und Verordnungsblatt am 19.10. angenommen.
Der Trägerkreis betont, dass er das Volksbegehren so lange weiter führen wird, bis seine Forderungen im Kita-Gesetz festgeschrieben sind. Die notwendigen Arbeitsgruppen für die Planung und Organisation der "großen Sammlung" wurden gestern gebildet. In Kürze werden die nächsten Arbeitstreffen stattfinden."
Dazu der
Pressemitteilung 28.10.2009
Der Thüringer Landeselternverband Kindertagesstätten (TLEVK) sieht sich durch die Aussa-gen des CDU-Fraktionschefs Mike Mohring (TLZ 28.10.2009) in seiner Befürchtung bestä-tigt, dass die Einstellung der so dringend benötigten Erzieherinnen in den Kindertageseinrich-tungen weiterhin verschleppt werden soll. „Den Einstellungszeitraum auf die Länge der Legis-latur von fünf Jahren zu beziffern ist nicht hinnehmbar“ sagt Bettina Löbl, die Vorsitzende des TLEVK. Immer wieder haben die Initiatoren des Volksbegehrens für eine bessere Famili-enpolitik darauf hingewiesen, dass sie keinen Stufenplan zur Einführung des Personals akzep-tieren werden. „Es muss jetzt gehandelt werden und es dürfen nicht weitere fünf Jahre verge-hen, bis der Personalschlüssel in den Kita`s endlich dem Bundesdurchschnitt entspricht“, so Löbl weiter.
Mohrings Argument, man könne die Einstellungen nicht realisieren, weil das geeignete Perso-nal gar nicht vorhanden sei, ist ein weiterer Beweis für das Versagen der bisherigen CDU-Kita Politik. Seit Jahren wird der drohende Fachkräftemangel von allen relevanten Akteuren hoch und runter diskutiert. Diejenigen, die immer wieder auf dringend notwendige Veränderungen in der Ausbildungsstruktur der pädagogischen Fachkräfte hingewiesen haben wurden einfach nicht ernst genommen und nun droht den Kitas der personelle Kollaps. Aber deshalb die Ver-besserung des Personalschlüssels nicht weiter einzufordern, wäre kontraproduktiv. „Vielleicht muss es erst so weit kommen, dass gesetzliche Regelungen dazu zwingen, sich endlich um die Reform der Arbeitsbedingungen von Erzieherinnen und deren Ausbildung zu kümmern“, so die Verbandschefin.
„Wir werden jedenfalls weiterhin darauf drängen, dass der Personalschlüssel des Volksbegeh-rens zu Beginn des Kindergartenjahrs 2010/2011 eingeführt wird und folgerichtig alle Kräfte für die Unterstützung des Volksbegehrens mobilisieren“, sagt Löbl weiter.
Bettina Löbl
Vorsitzende TLEVK
Jena, 16. Oktober 2009
Keine Klage – Volksbegehren hat nächste Hürde genommen
Anders als beim ersten Anlauf vor drei Jahren bleibt diesmal die Entscheidung
der Landtagspräsidentin unangefochten, das Volksbegehren für eine
bessere Familienpolitik in Thüringen zuzulassen. Weder die noch amtierende
Landesregierung noch aus dem Landtag wurde gegen diese Entscheidung geklagt;
die Klagefrist ist nunmehr verstrichen. Eine andere Entscheidung wäre auch
kaum vermittelbar gewesen, nachdem inzwischen sogar bei den Koalitionsverhandlungen
zwischen CDU und SPD vereinbart wurde, dem Anliegen des Volksbegehrens weitestgehend
Rechnung zu tragen.
Auch wenn die Initiatoren des Volksbegehrens nunmehr hoffen, dass damit der
Knoten geplatzt ist und nun bald die notwendigen Verbesserungen für die
Kinder erreicht sind, nimmt der Trägerkreis des Volksbegehrens das Verstreichen
der Klagefrist zum Anlass für einen erneuten Appell:
„Ab jetzt läuft die Frist zur Einlösung der Wahlversprechen
von SPD, DIE LINKE und Bündnis90/Die Grünen, die den Gesetzentwurf
des Volksbegehrens so schnell wie möglich 1:1 in den Landtag einbringen
wollten“, so Ralph Lenkert, der Sprecher des Trägerkreises für
das Volksbegehren. „Der Trägerkreis fordert die 1:1 Umsetzung der
Kernpunkte des Volksbegehrens. Er wird bei der Aufstockung des Personals keinen
Stufenplan oder eine Aufweichung des Fachkräfteprinzips akzeptieren. Kompromisse
sind nicht denkbar bei den Forderungen zu mehr Elternmitbestimmung, Rechtsanspruch
ab
1. Geburtstag, den Öffnungszeiten, nach besserer Förderung aller Kinder
und dem Anspruch auf einen Grundschulhort. In Kraft treten muss das Gesetz zum
neuen Kita-Jahr, also zum 1. August 2010“, so Lenkert weiter.
„Aufgrund der gesetzlichen Fristen müsste das Volksbegehren spätestens
Anfang Februar 2010 mit der eigentlichen Unterschriftensammlung weitergehen.
Dann müssten wir binnen vier Monaten die Unterschriften von mindestens
10 % aller wahlberechtigten Thüringerinnen und Thüringer sammeln,
das sind knapp 200.000 Stimmen. Und wir würden das schaffen“, ist
sich Lenkert sicher.
„Der Trägerkreis erwartet deshalb vom Thüringer Landtag eine
zügige Änderung des Kita-Gesetzes nach den Vorstellungen des Volksbegehrens,
damit am 31.01.2010 Klarheit herrscht, ob das Volksbegehren fortgeführt
werden muss oder ob es beendet werden kann.“ so Lenkert weiter. „Sonst
beginnt gezwungenermaßen die nächste Etappe des Volksbegehrens."
am 23. September 2009 startete das Bildungsbarometer zu einer neuen Befragung.
Leider war auf Grund technischer Voraussetzungen die online-Befragung am 1.10.2009 nicht für Teilnahmewillige zu erreichen. Hierfür wollen wir uns nochmals entschuldigen und all denjenigen, die aus diesem Grund bisher nicht an der Befragung teilnehmen konnten, nochmals die Adresse weiterleiten.
Sie erreichen die Befragung unter dem folgenden Link:
http://september09.bildungsbarometer.de
Wir freuen uns, wenn Sie an dieser Befragung teilnehmen und die o.g. Adresse auch noch an andere Interessierte weitergeben.
Weitere Infos zum "Bildungsbarometer" erhalten Sie unter:
http://www.zepf.uni-landau.de/projekte/bildungsbarometer/
Für Ihre Mitarbeit Ihr Interesse an dieser Befragung bedanken wir uns herzlich.
Mit den besten Grüßen
Prof. Dr. Reinhold S. Jäger

TLEVK sieht Ziele des Kita-Volksbegehrens in Gefahr
Der Thüringer Landeselternverband Kindertagesstätten (TLEVK), als maßgeblicher Initiator des Volksbegehrens für eine bessere Familienpolitik in Thüringen, sieht seine Hoffnungen schwinden, die Ziele des Volksbegehrens ohne die große Unterschriftensammlung zu erreichen.
Das Wahlversprechen von SPD, LINKEN und Bündnis90/Die Grünen, den Gesetzentwurf des Volksbegehrens so schnell wie möglich 1:1 in den Landtag einzubringen, scheint in weite Ferne zu rücken. „Der TLEVK sieht die Gefahr, dass sich nachrückende Ministerpräsidentenkkandidaten nicht an die Versprechen ihrer Vorgänger gebunden fühlen“, sagt Bettina Löbl, Vorsitzende des TLEVK.
In seiner gestrigen Sitzung hatte der TLEVK-Vorstand ausdrücklich die Forderungen des Trä-gerkreises für das Volksbegehren für eine bessere Familienpolitik unterstützt. Für den Fall, dass die Forderungen des Volksbegehrens nicht schnellstmöglich erfüllt werden und das Gesetz nicht bis spätestens zum 31.01.2009 im Gesetz-und Verordnungsblatt veröffentlich wurde, kündigt die Verbandschefin erbitterten Widerstand an.
Der TLEVK fordert die 1:1 Umsetzung des Personalschlüssels und wird weder einen Stufenplan zur Einführung des Personals noch eine Aufweichung des Fachkräfteprinzips akzeptieren. Kompromisslos sind wir auch bei der Einführung von Zusammenschlüssen der Kita-Elternbeiräte auf Stadt- bzw. Landkreisebene und auf Landesebene.
Bettina Löbl
Vorsitzende TLEVK

Nachhilfe ist erfolgreich - Bildungsbarometer bestätigt den Erfolg von Nachhilfe.
In 90 Prozent der Fälle wird dem Nachhilfeunterricht ein positiver Effekte bescheinigt. Dabei verbessern sich über 90 Prozent der Schüler um ein bis zwei Notenstufen. Dies sind zwei zentrale Ergebnisse des neuesten Bildungsbarometers zur Nachhilfe. Die bundesweite Befragung bestätigt damit zugleich die Ergebnisse einer anderen Studie zur Wirkung von Nachhilfeunterricht.
Nachhilfe, so die Aussage von über 1800 Befragten, sei vor allem als punktuelle Unterstützung angebracht, zum Schließen entstandener Wissenslücken (z. B. nach Krankheit) oder aber zur gezielten Vorbereitung auf Prüfungen und Tests. Nicht ganz so deutlich stimmen die Befragten der Aussage zu, dass die Nachhilfe auf in der Schule selbst begründete Defizite (z.B. schlechte Unterrichtsgestaltung) abziele oder aber der Nachhilfe eine eher allgemeine „Stützfunktion“ unterstellen (z.B. den Spaß am Lernen wieder entdecken, Motivation für Schule wecken, Vorbeugen von Leistungsschwächen).
„Nachhilfeunterricht ist erfolgreich“, zieht Prof. Dr. Reinhold S. Jäger, Geschäftsführender Leiter des Zentrums für empirische pädagogische Forschung (zepf) der Universität Koblenz-Landau, Campus Landau, das positive Fazit aus der Befragung und ergänzt: „Nachhilfeunterricht erfüllt – auch durch seine positive Wirkung - eine wichtige Funktion im Bildungssystem. Nachhilfe ist damit eine wichtiges Stützsystem zur Wahrung der Chancengerechtigkeit, wenn Schule die Förderung nicht selbst leisten kann“.
Jäger weist zugleich darauf hin, dass Nachhilfe im Ausland eine weitaus höhere Anerkennung erfährt als in Deutschland. Dabei müsse davon ausgegangen werden, dass es sehr große Unterschiede zwischen einzelnen Anbieterinstitutionen und einzelnen Nachhilfelehrern gebe. „Dies entspricht aber auch der Situation in den Schulen. Es ist daher die Aufgabe der Eltern, die Qualität dort ebenso einzufordern wie in den Schulen. Nur einen Unterschied gibt es: Ein Nachhilfelehrer kann abgewählt werden, eine Lehrkraft in den Schulen nicht! Gerade deshalb muss es das Ziel sein, die Zusammenarbeit zwischen Elternhaus und Schule im gegenseitigen Vertrauen so zu fördern, dass Nachhilfe als Miteinander verstanden wird!“
Der aktuelle Newsletter zum Thema kann als kostenloser download unter der folgenden Adresse bezogen werden:
http://www.vep-landau.de/Bildungsbarometer.htm
Kontakt:
Prof. Dr. Reinhold S. Jäger
Geschäftsführender Leiter
zepf - Zentrum für empirische pädagogische Forschung
Universität Koblenz-Landau, Campus Landau
Bürgerstraße 23
D-76829 Landau
Telefon: +49-(0)6341-906-175
Telefax: +49-(0)6341-906-166
E-Mail: jaeger@zepf.uni-landau.de
Weitere Informationen:
http://www.zepf.uni-landau.de
http://www.bildungsbarometer.de
eine Pressemitteilung des TLEVK zu der für Montag geplanten ver.di Aktion
(Thüringer Landeselternverband Kindertagesstätten)
Pressemitteilung zur Ver.di Aktion am 30.März 2009
Der Thüringer Landeselternverband Kindertagesstätten (TLEVK) unterstützt die Erzieherinnen in ihrer Forderung nach besserer Bezahlung und begrüßt die für Montag, den 30.März 2009 geplante ver.di Aktion, zu der die Erzieherinnen Buttons mit der Aufschrift „Chancen fördern – Anerkennung fordern“ tragen sollen.
Gleichzeitig fordert die Verbandschefin Bettina Löbl die Fachkräfte auf, ihre untragbaren Arbeitsbedingungen öffentlichkeitswirksam zu thematisieren. Nach wie vor fehlen mindestens 2000 Vollzeitstellen in Thüringer Kindertageseinrichtungen, die die Erzieherinnen durch viel ehrenamtliches Engagement ausgleichen. Und es ist an der Zeit, dass Erzieherinnen endlich anfangen, ihre Profession zu beschreiben, die Grenzen des Machbaren aufzeigen und selbstbewusst für eine bessere Bezahlung kämpfen“, so Löbl weiter.
Erzieherinnen sind keine Zauberinnen, die immer wieder aus nichts große Sachen basteln können. Aber viel zu oft neigen sie dazu, die Dinge hinzunehmen wie sie sind, Ärger herunterzuschlucken und sich im Interesse der Kinder selbst auszubeuten. Auf Dauer eine fatale Situation für alle Beteiligten.
Deshalb fordert Löbl die ErzieherInnen auf, vor Ort gegenüber den Eltern und der regionalen Presse ungeschminkt die Situationen in den Kindergärten darzustellen und öffentlich zu sagen, wo es in ihren Einrichtungen klemmt. „Ladet Journalisten in die Kita`s ein und zeigt ihnen endlich die Schwachstellen, verbreitet das Gelbe Bändchen als sichtbares Zeichen des Protestes und unterstützt das Volksbegehren für eine bessere Familienpolitik!“ so Löbl.
Bettina Löbl
Vorsitzende des TLEVK
0171 / 670 70 80
Am 18./19. Juni 2009 sollte sich die 326. Kultusministerkonferenz in Berlin treffen, zeitgleich zum Jubiläum „10 Jahre Bologna-Prozess“. Das „Berliner Koordinierungstreffen Bildungsstreik“ hatte unter dem Titel „Block KMK“ zu Protestaktionen dagegen aufgerufen. Die Bildungspolitik der Kultusminister ist aus Sicht der Bildungsstreik-VertreterInnen für die heutige Situation im Bildungssystem mit verantwortlich. Dem Aufruf zu Blockade-Aktionen folgten heute mehrere hunderte Studierende, welche sich bei einer Kundgebung am Tiergarten versammelten. Auf der Kundgebung sprach neben Anderen der Vorsitzende der GEW Ulrich Thöne, auch er beklagt die Missstände im Bildungssystem. Zu den geplanten Blockade-Aktionen kam es jedoch nicht, da die Kultusministerkonferenz bereits vorzeitig am Donnerstag beendet wurde. „Die Kultusminister scheuen offensichtlich die öffentliche Konfrontation mit dem Bildungsstreik. Das vorzeitige Ende der Kultusministerkonferenz ist ein Erfolg der Proteste“, kommentiert dazu Jared Herbing vom „Berliner Koordinierungstreffen Bildungsstreik“. Die Protestierenden entschlossen sich dann zu einer spontanen Demonstration zur Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung, um mit Bildungssenator Jürgen Zöllner zumindest einen der Kultusminister zu besuchen. Noch während der Kundgebung vor der Senatsverwaltung sprach Jürgen Zöllner zu den Protestierenden, wollte jedoch keine konkreten Aussagen zu den Forderungen des Bildungsstreiks machen. „Viele hohle Phrasen, aber keine wirklichen Argumente. So leicht lassen wir uns nicht abspeisen“ meint dazu Julia Dück, ebenfalls aktiv im Bildungsstreik in Berlin. Parallel kam es zu Besetzungen von Büros im Finanzsenat Berlin, welche zur Zeit anhalten (weitere Infos bei den Pressekontakten, siehe unten).
Der herablassende Kommentar der Bildungsministerin Annette Schavan, der Bildungsstreik sei ein alter Hut, und die Forderungen gestrig, wird von den Bildungsstreik-AktivistInnen als inhaltslos und unverschämt empfunden. „Wir erleben hier einen der größten Bildungsstreiks in der Geschichte der Bundesrepublik. Statt diesen zu diffamieren sollte Frau Schavan sich lieber sachlich mit unseren Forderungen auseinandersetzen“ meint dazu Julia Dück.
Der Bildungsstreik ist aus Sicht der Aktiven ein voller Erfolg: „Solch umfassende Proteste gab es seit Jahren nicht mehr“ kommenziert Jared Herbing „Neben vielen erfolgreichen dezentralen Aktionen wie teilweise noch anhaltenden Besetzungen, haben am Mittwoch über 270.000 Menschen gegen die Bildungsmisere demonstriert und am Donnerstag bundesweit in zahlreichen Städten ,Banken überfallen'“. Auch für die nächsten Tage sind weitere Proteste geplant. So ruft das Bildungsstreik Bündnis in NRW dazu auf, am Samstag die Innenstadt von Düsseldorf zu blockieren.
Pressgruppe des "Berliner Koordinierungstreffen Bildungsstreik"
Pressekontakt (beide aktuell vor Ort): Julia Dück, Tel: 015206353208 / Jared Herbing, Tel: 01629172718
Die Vorsitzende des TLEVK Bettina Löbl bezeichnet die heute von Andreas Minschke (CDU-Landesgeschäftsführer) in der TLZ verkündete Äußerung, Dieter Althaus sei bekannt genug und habe es nicht nötig, an Podiumsdiskussionen mit seinen Herausforderern zur Landtagswahl teilzunehmen, als Gipfel der Ignoranz gegenüber dem Wähler.
Löbl organisiert gerade eine Kooperationsveranstaltung von TLEVK und Trägerkreis für das Volksbegehren für eine bessere Familienpolitik mit den Spitzenkandidaten rund um das Thema Familienoffensive und Volksbegehren. Die Veranstaltung ist für den 20.8.2009 geplant. Christoph Matschie, Bodo Ramelow, Astrid Rothe-Beinlich und Uwe Barth haben bereits zugesagt.
Der Ministerpräsident lässt sich entschuldigen. Ich war geneigt der Absage wegen bereits fest zugesagter Termine in Südthüringen und den Beteuerungen Herr Minister Müller sei der Bitte des Ministerpräsidenten gern gefolgt zu glauben, so die Verbandschefin.
Das, was aber heute über die Absagen des Ministerpräsidenten zu lesen ist, ist an Arroganz kaum zu überbieten. Da engagieren sich Menschen ehrenamtlich, investieren viel Zeit und Geld um Politikern für ihre Argumente eine Plattform zu schaffen und werden auf diese Art und Weise an der Nase herumgeführt, so Löbl weiter.
Wenn der Ministerpräsident meint, er bräuchte seine Politik dem Wähler nicht mehr zu erklären, dann ist ihm wohl nicht zu helfen, bedauert Löbl.
Bettina Löbl
Vorsitzende des TLEVK
Für Rückfragen: 01577 / 770 49 50
Konzept – Forderungen – Bündnispartner – Protestformen – Ablauf
Montag, 30 März um 13.00 Uhr im Restaurant „Cum Laude" (Konferenzzimmer)
Universitätsstr. 4 (Ecke Dorotheenstraße), im hinteren Flügel der HU Berlin, 5 min. vom S-Bahnhof Friedrichstraße, www.cum-laude.info
Seit Oktober 2008 bereitet eine pluralistische Gruppe von Studierenden und Schülerinnen und Schülern den ersten gemeinsamen Bildungsstreik vom 15.-19. Juni 2009 bundesweit vor. Der Bildungsstreik reiht sich in die Bemühungen ein, die Bildung nicht auf Kosten der Finanz- und Wirtschaftskrise austrocknen zu lassen. Ziel ist es nicht nur, die fortschreitende Kommerzialisierung von Bildung zu verhindern, sondern für eine reiche Gesellschaft eine reichhaltige, demokratische und emanzipatorische Bildung von den Herrschenden einzufordern.
Alle reden von Bildung, alle fordern bessere Bildung, aber eine wirklich durchgreifende Bildungsreform findet nicht statt. Die angeblich bessere Bildung ist zum umfassenden Täuschungsprojekt derjenigen geworden, die Bildung sagen, aber in Wahrheit partikulare Interessen von Konzernen, Lobbies und Verbänden bedienen wollen.
Deshalb sind die Zeiten vorbei, wo wir uns als Studierende und Schülerinnen und Schülern abspeisen lassen und nur einen „lieben“ Streik oder Protest organisieren. Die bildungspolitisch Verantwortlichen wollen wir provozieren und herausfordern, um eine bessere Bildung zu erreichen.
Der Bildungsstreik 2009 hat begonnen: auf der Demonstration „Wir zahlen nicht für eure Krise“ am 28. März 2009 in Berlin werden Aktivistinnen und Aktivisten einen lautstarken „Bildungsblock“ stellen. Auch sehen wir unsere Proteste im Kontext der /Reclaim your Education - Global Week of Action / (20.04.2009 – 29.04.2009). Weltweit werden 50 Gruppen in dieser Woche in 27 Ländern für eine freie und unkommerzielle Bildung kämpfen.
Wir schließen uns ihnen an.
Wir wollen Sie bei dem Pressegespräch über folgende Punkte informieren:
1. Was ist das Konzept des Bildungsstreiks – wie sind wir auf die Idee gekommen, welche Ziele haben wir und wie wollen wir diese Zielvorstellungen realisieren?
2. Welche grundsätzlichen Forderungen haben die Studierenden, Schülerinnen und Schüler? Und welche Bündnisunterstützung hat der Bildungsstreik?
3. Welche Protestmittel (Demonstrationen, Blockaden, Besetzungen) kommen zum Einsatz?
4. Welchen konkreten Verlauf sollen das Vorfeld des Bildungsstreiks und die Streikwoche (15.-19. Juni) haben? Was ist alles zentral, regional und lokal geplant?
Wir haben einiges zu bieten und wollen Ihnen eine kreative Anstrengung vorstellen, von der wir meinen, dass sie den Rückhalt der Menschen und der Öffentlichkeit hat. Wir hoffen auf Ihre Neugier und Ihre kritischen Fragen.
Presse-Team der Projektgruppe Bildungsstreik (Michael Kolain, Tobias Schumann, Nadia Sergan, Oskar Stolz)
Kontakt (Presseteam): 01757497014 - info@bildungsstreik2009.de
Weitere Infos: www.bildungsstreik2009.de
Landau, März 2009. Das Verhältnis zwischen Eltern und Lehrern ist zwar zufrieden stellend, so das Ergebnis der letzten Umfrage des Bildungsbarometers. Aber es enthält noch ein deutliches Verbesserungspotenzial in Richtung auf eine Verbesserung. Vor allem wünschen sich Eltern eine bessere individuelle Förderung ihrer Kinder und mehr Unterstützung bei schulischen Schwierigkeiten. Lehrer erwarten dagegen von den Eltern, dass diese sich mehr um ihren Nachwuchs kümmern. Gemeinsam ist beiden der Wunsch nach einer optimalen Förderung des Kindes.
42,3 % der Eltern wünschen sich von den Lehrern eine stärkere individuelle Förderung und eine bessere Ausrichtung des Unterrichts auf die Schüler, eine offenere, transparentere und kooperativere Zusammenarbeit mit den Lehrern sowie mehr Fortbildungen für die Lehrkräfte. Außerdem erwarten sie von den Lehrern gezielte Hilfestellungen für häusliche Unterstützungsmaßnahmen im Falle von schulischen Schwierigkeiten (24,3 %) und mehr konkrete, umsetzbare und zugleich praxisnahe Empfehlungen (21,3 %).
42,5 % der Lehrer würden es begrüßen, wenn die Eltern sich intensiver um ihren Nachwuchs kümmerten. Außerdem steht mit 19,5 % ganz oben auf der Wunschliste: Mehr Vertrauen in die Arbeit und die Fachkompetenz der Lehrer und weniger Kritik an deren fachlichen und pädagogischen Vorgehen.
Die Befragung wurde bundesweit durchgeführt. An der Befragung nahmen 1816 Personen teil.
Professor Dr. Reinhold S. Jäger, Geschäftsführender Leiter des Zentrums für empirische pädagogische Forschung der Universität Koblenz-Landau, Campus Landau, das gemeinsam mit der Schülerhilfe das Bildungsbarometer realisiert, macht Vorurteile und den Mangel an Kommunikation für Missverständnisse verantwortlich. „Dabei ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrern eine notwendige Grundlage für eine erfolgreiche Schule. Schließlich zeigte sich bislang in einer Vielzahl von Untersuchungen, dass ein gutes Klima des Miteinanders eine gute Basis für erfolgreiches Lernen darstellt.“
Das Bildungsbarometer ist eine gemeinsame Aktion von zepf und Schülerhilfe. Die gesamten Ergebnisse finden Sie auf der Website der Schülerhilfe unter www.schuelerhilfe.de. Das aktuelle Bildungsbarometer (http://maerz09.bildungsbarometer.de/) läuft noch bis zum 5. April. Dabei steht das Thema „Nachhilfe“ auf dem Prüfstand.
Kontakt:
Prof. Dr. Reinhold S. Jäger
Geschäftsführender Leiter
zepf - Zentrum für empirische pädagogische Forschung
Universität Koblenz-Landau, Campus Landau
Bürgerstraße 23
D-76829 Landau
Telefon: +49-(0)6341-906-175
Telefax: +49-(0)6341-906-166
E-Mail: jaeger@zepf.uni-landau.de
Weitere Informationen:
http://www.zepf.uni-landau.de
http://www.bildungsbarometer.de
![]()
Düsseldorf (epd). Ein Bündnis von Verbänden, Gewerkschaften und Elternvereinen in Nordrhein-Westfalen hat eine Gemeinschaftsschule für alle Schüler und die Gleichstellung behinderter Kinder gefordert. "Schülerinnen und Schüler erzielen ein höheres Lernniveau und eine größere Sozialkompetenz, wenn sie in einer Schule für alle lernen", sagte die Sprecherin des NRW-Bündnisses "Eine Schule für alle", Uta Kumar, am Montag in Düsseldorf. SPD und Grüne im NRW-Landtag sowie die Lehrergewerkschaft VBE begrüßten die Initiative. Bei einer Fachtagung am Samstag will das Bündnis im Ruhrgebiet für die Idee einer integrativen Schule werben.
In der Gemeinschaftsschule sollen nach Vorstellung des Bündnisses behinderte und nicht-behinderte Schüler bis zur 10. Klasse in nur noch einer Schulform gemeinsam lernen. Das Bündnis wird von rund 50 Organisationen unterstützt, unter anderem vom Sozialverband Deutschland NRW, dem Kinderschutzbund, der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sowie von mehreren Elternverbänden.
Der Vorsitzende des Kinderschutzbunds NRW, Dieter Greese, sagte, alle Kinder gehörten in eine Schulform und sollten nicht separiert und aussortiert werden. "Sozialverhalten und Empathie gehören auch zum Lehrplan." Lernen beschränke sich nicht nur auf die Vermittlung von Wissen. "Kinder lernen nicht nur von Lehrern, Kinder lernen auch von Kindern", sagte Greese. In Deutschland hänge der Lernerfolg bisher zudem stark vom Geldbeutel der Eltern ab. Ein armes Kind habe viermal schlechtere Chancen, auf das Gymnasium zu kommen als ein Kind aus dem bürgerlichen Milieu.
Eva Thoms von der Landesarbeitsgemeinschaft "Gemeinsam leben - Gemeinsam lernen" erinnerte daran, dass das Land NRW im Bundesrat auch einer Ratifizierung der UN-Konvention über die Rechte der Menschen mit Behinderung zugestimmt habe. Die Konvention spreche Kindern mit Behinderung das Recht auf einen uneingeschränkten Anspruch auf Integration in die allgemeine Schule zu. Dieses Recht wollen die Elternvereine laut Thoms notfalls bis zum Europäischen Gerichtshof einklagen.
SPD und Grüne im Düsseldorfer Landtag begrüßten den Vorstoß und forderten die Landesregierung auf, den gemeinsamen Unterricht für behinderte und nicht-behinderte Kinder im Schulgesetz zu verankern. "Wir müssen endlich das gemeinsame Lernen für alle Kinder - mit und ohne Behinderung - ermöglichen", erklärte die SPD-Schulexpertin Ute Schäfer. Die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention dürfe nicht auf die lange Bank geschoben werden. Die grüne Bildungspolitikerin Sigrid Beer mahnte, Eltern dürften sich nicht gezwungen sehen, die Rechte für ihre behinderten Kinder einklagen zu müssen.
Auch die Lehrergewerkschaft Verband Bildung und Erziehung (VBE) forderte das Land auf, "den Weg zu einem inklusiven Schulsystem zu ebnen". Die Trennung neunjähriger Kinder nach vermeintlichen Begabungsstrukturen sei genauso wenig zeitgemäß wie die Trennung behinderter Kinder von nicht behinderten, erklärte der VBE-Vorsitzende Udo Beckmann in Dortmund.
Am Samstag will das "NRW-Bündnis: Eine Schule für alle" mit einer Fachtagung zum Thema "Schule der Zukunft auch für das Ruhrgebiet" in Essen dafür werben, das Bildungssystem zu reformieren und das mehrgliedrige Schulsystem abzuschaffen. Zu der Tagung in der Volkshochschule Essen mit mehr als 100 Teilnehmenden werden auch die Mülheimer Oberbürgermeisterin Dagmar Mühlenfeld (SPD) und der Gelsenkirchener Schuldezernent Manfred Beck (Die Grünen) erwartet. Veranstalter sind neben dem Bündnis die "Aktion Menschenstadt" der Evangelischen Kirche in Essen, die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), der Kinderschutzbund und die Kommunalen Migrantenvertretungen (LAGA).
"Schule für alle ist inklusiv. Sie ist barrierefrei, alle Kinder gehören dazu. Alle Kinder lernen miteinander und voneinander", heißt es in den Leitlinien eines Gesetzentwurfs, der bei dem Treffen vorgestellt werden soll. Dabei gehe es auch um die Integration behinderter Kindern und die wachsende Zahl von Kindern mit Migrationshintergrund, sagte die Erziehungswissenschaftlerin Brigitte Schumann, ehemals bildungspolitische Sprecherin der NRW-Landtagsfraktion der Grünen.
epd-West hse/bvc es
Bildungsbarometer zur Nachhilfe.
Start der aktuellen Umfrage
Landau, März 2009. Das Bildungsbarometer geht in eine neue Runde. Diesmal steht ab dem 9. März.2009 der Nachhilfeunterricht im Zentrum der Befragung. Das Bildungsbarometer greift damit erneut ein wichtiges und viel diskutiertes Thema auf. Die Kontroverse besteht, weil einerseits ungeachtet aller Schulreformen Nachhilfe Bestandteil der Schullaufbahn vieler Schülerinnen und Schüler ist. Andererseits meldet der Staat als Monopolist der Bildung den Anspruch an, dass die Schule ihre Aufgaben mit Nachdruck und Nachhaltigkeit erfüllt. Die Online-Befragung ist unter der Adresse http://maerz09.bildungsbarometer.de zu erreichen. Zur Teilnahme an der Befragung sind Eltern, Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler aufgerufen. Die Befragung läuft bis zum 27. April 2009.
„Wir wissen, dass bis zu 10% der Schüler eines Jahrgangs Nachhilfe erhält. Schüler aller Schulformen nehmen die Zusatzförderung in Anspruch. Die Gründe sind sehr unterschiedlich. Eltern und Schüler sind hierbei die Experten und können über ihre Situation und Bedürfnisse selbst die besten Informationen liefern. Wir wissen zwar allgemein, dass Nachhilfe wirkt, wir haben aber keine genauen Erkenntnisse darüber, wie diese Wirkung von den Eltern und Schülern selbst eingeschätzt wird, ob eine Zusammenarbeit zwischen der Nachhilfe und der Schule existiert, welche Entscheidungskriterien für bestimmte Nachhilfeformen bestehen oder welche Geldbeträge von den Eltern aufgewendet werden. Das sind Fragen, deren Beantwortung hinreichende Klarheit schafft und damit zur Verbesserung des Verhältnisses zwischen Schule und Nachhilfe beitragen sollen“, so Prof. Dr. Reinhold S. Jäger, Geschäftsführender Leiter des Zentrums für empirische pädagogische Forschung der Universität Koblenz-Landau, Campus Landau. Er ist verantwortlich für das Bildungsbarometer.
„Wenn wir wissen, was die Besonderheit der Nachhilfe ausmacht, wenn wir die Gründe kennen, die zur Nachhilfe führen oder wenn wir die pädagogischen und inhaltlichen Kenntnisse der Nachhilfelehrer in Erfahrung bringen, dann sind hiermit auch Forderungen an die Schule besser bestimmbar“, so Doris Jäger-Flor, welche die Untersuchung durchführt.
Alle an Bildung Interessierten sowie Personen, die Erfahrungen mit Nachhilfe und Förderung haben sind aufgerufen, an dieser aktuellen Befragung teilzunehmen.
Mit dieser Befragung geht das Bildungsbarometer 2009 in die erste Runde. Zuletzt wurden die Befragten zur Schulstruktur befragt. Alle Ergebnisse der vorangegangenen Befragungen können über den Link:
http://www.vep-landau.de/Bildungsbarometer.htm
abgerufen werden.
Sehr geehrte Damen und Herren,
Das Bildungsbarometer (realisiert über das Zentrum für empirische pädagogische Forschung der Universität in Landau in Kooperation mit der Schülerhilfe, Gelsenkirchen) befasst sich dieses Mal
Wie wirkt (außerschulische) Nachhilfe– wem hilft sie wirklich, wie muss sie beschaffen sein, um eine positive Wirkung zu erreichen, welche Meinungen gibt es zu den verschiedenen Formen der Nachhilfe und wie kann man Nachhilfe und Schule so verzahnen, dass daraus ein gemeinsamer Arbeitsansatz resultiert? Oder wäre "Nachhilfe" unter anderen Voraussetzungen im Bildungssystem eigentlich überflüssig? Diese und andere Fragen werden gestellt.
http://maerz09.bildungsbarometer.de
Diese Befragung ist bis Mitte April 2009 online erreichbar.
Wir freuen uns, wenn Sie die o.g. Adresse auch noch an andere Interessierte weitergeben.
Weitere Infos zum "Bildungsbarometer" erhalten Sie unter:
http://www.zepf.uni-landau.de/projekte/bildungsbarometer/
Für Ihre Mitarbeit Ihr Interesse an dieser Befragung bedanken wir uns herzlich.
Mit den besten Grüßen
Prof. Dr. Reinhold S. Jäger
(Geschäftsführender Leiter des Zentrums für empirische pädagogische Forschung an der Universität Landau)
P.S. Wie immer wird auch in dieser Befragungsrunde unter den Teilnehmern ein Preis im Wert von 500,--€ ausgelost.
![]() |
|---|
ausführlich als pdf - Datei (48 kB)
Liebe Eltern,
nach bundesweiten Warnstreikaktionen und Arbeitsniederlegungen auch an Thüringer Schulen hatten wir erwartet, dass es in der dritten Verhandlungsrunde am 14./15.02.09 zu einer Einigung zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften über die Entgeltentwicklung im öffentlichen Dienst kommen würde. Dazu wäre es nötig gewesen, dass die Vertreter der Länder ein ernsthaftes und angemessenes Verhandlungsangebot unterbreitet hätten. Das ist nicht geschehen. Im Gegenteil. Die Arbeitgeber schlugen eine Entgelterhöhung vor, die mit zwei Nullrunden gekoppelt war, so dass es für die Beschäftigten wiederum zu Reallohnverlusten kommen würde. Dass die Gewerkschaften diese Provokation nicht akzeptieren würden und gezwungen sind, sich zur Wehr zu setzen, kalkulierten die Arbeitgeber bewusst ein. So wies ihr Verhandlungsführer vor laufenden Kameras darauf hin, dass auch dauerhafte wochenlange Erzwingungsstreiks ihn nicht schrecken würden.
Wir wollen solche Arbeitsniederlegungen ausdrücklich vermeiden. Wir wollen, dass es in der nächsten Verhandlungsrunde Ende Februar zu einer Einigung am Verhandlungstisch kommt. Um eine solche Übereinkunft zu erreichen, sind die Gewerkschaften gezwungen, ihren Protest auszuweiten. Deshalb haben wir die Beschäftigten im öffentlichen Dienst des Freistaates Thüringen am 26.02.2009 erneut landesweit zum ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Die zentrale Streikkundgebung wird in der Zeit von 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr auf dem Domplatz in Erfurt stattfinden.
Liebe Eltern,
auch an der Schule Ihres Kindes wird am 26.02.2009 gestreikt. Wir ringen dabei um ein Tarifergebnis, das die Thüringer Lehrerinnen und Lehrer nicht noch stärker diskriminiert und das für junge neu ausgebildete Kolleginnen und Kollegen Anreiz genug ist, nicht in andere Bundesländer abzuwandern.
Wir bitten Sie um Ihr Verständnis dafür, dass an diesem Tag zu Störungen beim regulärer Unterricht kommen kann. Sofern erforderlich, wird die Betreuung der Schülerinnen und Schüler gewährleistet
Wir danken Ihnen!
Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft, Landesverband Thüringen
Thüringer Lehrerverband
PRESSEINFORMATION Das Kreuz mit der Ganztagsschule! Landau, Februar 2009. |
Das Bildungsbarometer zur Schulstruktur hat sich auch mit der Ganztagsschule (GTS) beschäftigt und die Erfahrungen und Wünsche der Bevölkerung ermittelt. Wichtigstes Resultat ist: 53% der Befragten sprechen sich dafür aus, dass die GTS die alleinige künftige Organisationsform der Schule sein soll.
Die Teilnehmer am Bildungsbarometer wurden auch gefragt, welche Form der Ganztagsschule in den Vordergrund gerückt werden soll. 47% der Befragten sprachen sich dafür aus, die integrative Form zu realisieren, d.h.: Vollzeit (8 – 16 Uhr) für alle Schüler/innen mit einer Rhythmisierung des Schultags (Schulunterricht wird über den gesamten Tag verteilt, unterbrochen von Pausen, Mittagessen, Entspannung usw.). Diese Form der Ganztagsschule wird nicht in allen Bundesländern und allen Schule umgesetzt, manchmal – wie in Rheinland-Pfalz – umfasst die Ganztagsschule lediglich einen Zyklus von vier Tagen. Alle anderen Modelle erhielten Zustimmungen von maximal 18%.
Dabei sind den Befragten im Kontext des GTS das Mittagsessen, Sport- und Freizeitangebote ebenso wichtig wie Hausaufgabenbetreuung, Förderangebote und Rhythmisierung der Unterrichtszeit.
Trotz einiger Vorteile werden aber negative Aspekte der Ganztagsschule betont. Dazu zählen: Zu wenig Zeit für außerschulische Aktivitäten (27%), Lernen zuhause auch nach der Schule (24%), zu wenig außerschulische Kontakte (22%), Ermüdung durch zu langen Schulalltag (19%) und zu niedriger Gewinn durch die Ganztagsschule insgesamt (7%).
Professor Dr. Reinhold S. Jäger vom Zentrum für empirische pädagogische Forschung, der für das Bildungsbarometer verantwortlich ist, stellt hierzu fest: "Offensichtlich erleben die Verbraucher von Schule - Eltern wie Schüler - eine Diskrepanz zwischen Erwartungen und Wirklichkeit. Deshalb kommt bei der Bevölkerung noch nicht an, dass durch die Ganztagsschule für alle Beteiligten eine win-win-Situation eintreten kann: Für die Schüler, dass sie gefördert werden und dass die Förderung nachhaltig ist; für die Eltern, dass eine Entlastung des häuslichen Friedens durch bereits geleistete Hausaufgaben eintritt und für die Lehrkräfte, dass die Verlängerung der Lernzeit Früchte bei ihren Schülern trägt. Dass dies alles nicht in dem erhofften Maße eingetroffen ist, belegt das Bildungsbarometer. Nunmehr ist es an der Zeit, dringende und zwingende Reformen der Ganztagsschule einzuleiten. Auch muss daran gedacht werden; dass Private Public Partnership-Modelle dabei helfen können, diese Aufgabe zu bewältigen, die für die Schule alleine kaum lösbar ist."
An der Befragung des Bildungsbarometers nahmen 1816 Befragten aus der ganzen Bundesrepublik teil. Die Stichprobe ist spezifisch repräsentativ.
Das Bildungsbarometer ist eine gemeinsame Aktion von zepf (Universität Landau) und Schülerhilfe (Gelsenkirchen). Das nächste Bildungsbarometer startet Anfang März. Dann steht das Thema „Nachhilfe“ auf dem Prüfstand.
Kontakt:
Prof. Dr. Reinhold S. Jäger
Geschäftsführender Leiter
zepf - Zentrum für empirische pädagogische Forschung
Universität Koblenz-Landau, Campus Landau, Bürgerstraße 23,
D-76829 Landau
Telefon: +49-(0)6341-906-175 Telefax: +49-(0)6341-906-166
E-Mail: jaeger@zepf.uni-landau.de
Weitere Informationen: http://www.zepf.uni-landau.de
http://www.bildungsbarometer.de
Verband Sonderpädagogik e.V. Ohmstraße7 97076 Würzburg Telefon: 0931/24020 Telefax: 0931/24023 E-Mail: post@verband-sonderpaedagogik.de www.verband-sonderpaedagogik.de |
![]() |
|---|
Pressemitteilung
Am 17.12.2009 hat auch die Bundesrepublik Deutschland die UN-Konvention zu den Rechten von
Menschen mit Behinderungen ratifiziert, was der Verband Sonderpädagogik e. V. sehr begrüßt,
denn seit vielen Jahrzehnten setzt sich der Verband Sonderpädagogik für die gleichberechtigte und
uneingeschränkte Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mit Behinderungen an der Gesellschaft
ein.
Sehr positiv ist festzustellen, dass es hier ausschließlich um die Konkretisierung der bestehenden
Menschenrechte und nicht um Aufstellung von Spezialrechten für eine wie auch immer definierte
Menschengruppe geht. Die in Deutschland zu beobachtende Praxis sieht nach wie vor dramatisch
anders aus und zeigt einen entsprechend hohen Veränderungsbedarf. Dieser hat nunmehr
Gesetzesqualität und wird künftig vehement einzufordern sein.
Dass eine Bereitschaft zur bedingungslosen Umsetzung durchaus noch nicht vorbehaltlos
vorhanden ist, zeigt schon eine problematische Begriffswahl: In nahezu allen Stellungnahmen
wurde in der Anhörung massiv darauf hingewiesen, dass die im englischen Originaldokument
verwendeten völkerrechtlichen Begriffe „inclusion“ und „inclusive“ durch „Integration“ und
„integrativ“ übersetzt worden sind. Wie eklatant dieser Unterschied der Begriffswahl in der
sonderpädagogischen Paradigmatik ist, braucht hier nicht ausgeführt zu werden, er könnte sich
aber auch auf die behördliche und gerichtliche Praxis auswirken. Dass er aufrecht erhalten blieb,
obwohl die UN-Konvention rechtlich endgültig verbindlich nur in Englisch, Französisch und einigen
weiteren Weltsprachen, nicht aber Deutsch ist, kann kein Zufall sein.
Jetzt müssen Taten folgen. Der vds erwartet von den ausführenden staatlichen und
gesellschaftlichen Institutionen umgehende Schritte zur Verwirklichung der längst bestehenden und
nun in der Konvention spezifizierten Menschenrechte durch geeignete gesetzliche und
organisatorische Maßnahmen. Höchste Dringlichkeit haben hier der Abbau der nach wie vor stark
segregierenden Beschulung, der immer noch bestehenden und oftmals sogar administrativ
verfügten Ausgrenzungen und die Schaffung bzw. Sicherung der notwendigen Ressourcen.
Allerdings darf hier auf keinen Fall eine Systemdiskussion zu Lasten einer individuellen Förderung
geführt werden. Es wäre fatal, auf die bewährten Unterstützungssysteme zu verzichten, ehe die
Ressourcen und die Rahmenbedingungen entsprechend vorhanden sind.
Es geht um eine Weiterentwicklung der sonderpädagogischen Förderung in Richtung Inklusion,
aber dafür müssen die Weichen gestellt sein. Der Bundesvorsitzende des Verbands
Sonderpädagogik, Stephan Prändl, stellt ausdrücklich klar:
"Es darf keine Möglichkeit der Förderung aufgegeben werden aufgrund
ideologischer Diskussionen, denn gerade die jetzige Bandbreite der möglichen
Förderorte macht es aus, dass für jedes Kind die richtige Förderung
am jeweils individuell festgelegten Förderort geleistet werden kann.
Integration kann nicht verstanden werden als einseitiger Prozess der Anpassung
des Menschen mit besonderem Förderbedarf an die bestehenden Verhältnisse.
Immer ist vom einzelnen Kind auszugehen, jede Förderortbestimmung hat eine
Einzelfallentscheidung zu sein, bei der allein maßgebend der individuelle
Förderbedarf des Kindes ist."
Sicherlich ist es bedenklich, dass es immer noch zahlreiche Regelschulen gibt, die sich der
Integration verschließen, das Hauptproblem allerdings besteht darin, dass die Allgemeinen Schulen
sowie die Lehrkräfte dort das unter den derzeitigen Rahmenbedingungen oftmals gar nicht leisten
können.
INKLUSION BRAUCHT PROFESSIONALITÄT
Bei allen Schritten müssen pädagogisches Augenmaß und fachliche
Kompetenz Vorrang haben vor starrer administrativer Regelung. Es darf keine
konträre Diskussion geführt werden im Sinne von "entweder Förderschule
oder Integration", sondern die Maxime muss lauten "sowohl als auch".
Deshalb fordert Stephan Prändl "die Abkehr von getrennten Zuständigkeiten
hin zu einer gemeinsamen Verantwortung". Dazu gehört vor allen Dingen
im Sinne der Prävention die beratende Tätigkeit von sonderpädagogischem
Personal in der Allgemeinen Schule.
Weitere Aktionsfelder müssen zügige Anpassungen und Reaktionen in der Ausbildung, Schaffung
passgenauer und bedarfsdeckender Fortbildungsangebote und Bereitstellung ausreichender
materieller und finanzieller Ressourcen sein. Diese Forderungen hat nicht nur der Verband
Sonderpädagogik in der Vergangenheit immer wieder erhoben; ihre dauerhafte Missachtung hat mit
dazu beigetragen, dass der jetzt entstandene Handlungsbedarf enorme Ausmaße angenommen
hat. Die Ratifizierung der UN-Konvention sollte zum Anlass genommen werden, hier endlich Ernst
zu machen.
V.i.S.d.P.: Marianne Schardt, Pressereferentin
Pressemitteilung vom 04.02.2009 | 10:33
Pressefach:
Norddeutscher Rundfunk - NDR
Um Bildung und Schule dreht sich die nächste Ausgabe von "NDR
Kultur kontrovers" am Montag, 9. Februar, um 19.00 Uhr in der Kestner-Gesellschaft
Hannover, live zu hören auf NDR Kultur.
Mitten in der Finanzkrise wird plötzlich Geld in marode Schulen gepumpt,
das in guten Wirtschaftsjahren fehlte. Doch dient es wirklich der Bildung
- oder eher dem Handwerk? Denn auch ein neues Dach hilft nichts, wenn nicht
genug Lehrer zur Verfügung stehen oder Reformen Eltern wie Schüler
verunsichern, wenn Lehrpläne zusammengestrichen werden. Vom fehlenden
Kunst- oder Musikunterricht bis zur Arbeitsverdichtung dank Turboabitur -
"NDR Kultur kontrovers" will die Lage an den Schulen im Norden beleuchten
und Wege aus der Bildungskrise mit hochrangigen Experten, Politikern und Betroffenen
diskutieren. Zugesagt haben die niedersächsische Kultusministerin Elisabeth
Heister-Neumann, die Ex-Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn, Dieter
Dornbusch, der Vorsitzende des Bundeselternrates, und der renommierte Erziehungswissenschaftler
Wolfgang Bergmann. NDR Kultur veranstaltet diesen Abend gemeinsam mit der
Hannoverschen Allgemeinen Zeitung, die durch ihren Feuilleton-Chef Ronald
Meyer-Arlt vertreten ist. Moderiert wird die Runde von Ulrich Kühn. Die
Sendung ist der Abschluss des Thementages Bildung auf NDR Kultur.
Karten für "NDR Kultur kontrovers" werden ab sofort auf NDR
Kultur verlost.
NDR Presse und Information
Rothenbaumchaussee 132
20149 Hamburg
www.ndr.de
presse@ndr.de
| Presseerklärung des Thüringer Elternverbandes 30.01.2009 | ![]() |
|---|
Drei Tage nach dem Ende der Winterferien, am 11.02.2209, werden ca. 7000 Lehrer in Thüringen streiken. GEW und TLV haben gemeinsam die nicht verbeamteten Lehrer zu einem Warnstreik aufgerufen.
Also doch nicht alles so toll in unserem Thüringer Schulsystem, dem drittbesten in Deutschland, wie der Minister es oft so schön darstellt.
Damit schließen sich die Thüringer Lehrer ihren sächsischen Kollegen an, die sich ebenfalls zu einem Streik entschlossen haben, und die Sachsen sind der Klassenprimus im föderalen Ranking (siehe Bildungsmonitor 2008). Das gestattet doch die Frage, wie es in den anderen Bundesländern aussieht, wo doch der Schulföderalismus angeblich den Wettbewerb um Spitzenleistungen fördern soll.
Schon vor Wochen haben Deutschlands Schüler diesen Unsinn mit knallharten Fakten in einer Streikwelle angeprangert, nun folgen die Lehrer mit ihren Forderungen. Der Zeitpunkt ist gut gewählt. Es ist das Jahr der Demokratie und der Wahlen in Deutschland. Aber auch das Jahr der beginnenden großen Krise in Wirtschaft und Finanzen. Der Ausgang hier wie da ist ungewiss. In den Schulen sind die Kinder durch Notpläne abgesichert, ob die Politik auch welche hat, wird ein spannendes Erlebnis.
Der Thüringer Elternverband steht jedenfalls auf Seiten derer, die mit ihren Forderungen für eine bessere Schule in Thüringen und Deutschland eintreten.
Pressemitteilung des TKM 12.01.2009
Rund 90 Prozent der drei- bis fünfjährigen Kita-Kinder nutzen Angebote
Müller: "Hohe Akzeptanz der Familienpolitik - Opposition soll sich
endlich Realität stellen"
Insgesamt 88,5 Prozent der Thüringer Kindergartenkinder im Alter von 3 bis 5 Jahren nutzen eine Ganztagesbetreuung. Sie besuchen die Kindertageseinrichtung länger als sieben Stunden. Dieser Wert liegt weit über dem Bundesdurchschnitt von 29,7 Prozent und über dem Durchschnitt der neuen Länder mit 66,0 Prozent. Das teilte das Statistische Bundesamt heute in Berlin mit.*
Für Thüringens Kultusminister Bernward Müller (CDU) wird damit
die Politik der Landesregierung bestätigt "Thüringen ist mit
Abstand das Land mit dem höchsten Anteil an Ganztagesbetreuung. In den
überdurchschnittlichen Betreuungsquoten und -zeiten spiegelt sich die hohe
Akzeptanz der Familienpolitik im Freistaat wider. Im frühkindlichen Bereich
ist Thüringen bundesweit Spitze. Wir haben nicht nur hohe Betreuungsquoten,
sondern verfügen mit dem "Thüringer Bildungsplan für Kinder
bis 10 Jahre"über ein modernes und zukunftsweisendes Konzept für
die inhaltliche Arbeit in den Kindertageseinrichtungen. Für die Einführung
des Bildungsplans stellt das Land 2,2 Millionen Euro zur Verfügung."
Müller warnte zugleich vor einem permanenten Infragestellen der Rahmenbedingungen:
"Das ständige Schlechtreden ist pure Wahlkampfpolemik. Die Opposition
sollte sich endlich der Realität stellen und nicht immer versuchen, die
Menschen zu verunsichern." Thüringen werde nicht nur bei den Betreuungsquoten
überdurchschnittliche Werte attestiert, sondern auch in anderen Parametern.
So liege das Qualifikationsniveau des Personals in Thüringen im Spitzenfeld
aller Bundesländer. Rund 94 Prozent der Erzieherinnen verfügten über
einen Fachschulabschluss, so der Bertelsmann Länderreport "Frühkindliche
Bildungssysteme 2007". "Das sind gute Voraussetzungen für eine
hohe Qualität der in den Kindertagesstätten geleisteten Arbeit. Davon
profitieren unsere Kinder direkt. Auch das Engagement des Landes bei der Finanzierung
der Kindertagesstätten ist überdurchschnittlich. So ist Thüringen
mit einem Landesanteil von 37,8 Prozent das Flächenland, das sich am stärksten
an den Gesamtkosten der Kindertagesstätten beteiligt", so Müller
abschließend.
| Pressemitteilung des Thüringer Landeselternverband Kindertagesstätten 10.01.2009 |
|
Als eine Frechheit bezeichnet die Vorsitzende des Thüringer Landeselternverbandes Kindertagesstätten (TLEVK), Bettina Löbl, die Aussage des Kultusministers Bernward Müller (CDU), "in den überdurchschnittlichen Betreuungsquoten und -zeiten spiegelt sich die hohe Akzeptanz der Familienpolitik der CDU-Landesregierung im Freistaat wider."
"Wenn sich etwas darin widerspiegelt, dass Eltern auch noch nach dem Desaster der Familienoffensive ihre Kinder weiterhin in Kindertageseinrichtungen bringen, dann ist es die hohe Akzeptanz der Arbeit der Erzieherinnen", so Löbl weiter. Während die Landesregierung weiterhin ihre Millionenkürzungen im Kita-Bereich schönzureden versucht, tragen die Erzieherinnen die Last der verschlechterten Rahmenbedingungen. "Es ist einzig und allein den fachlichen Ansprüchen und dem hohen Engagement der Erzieherinnen zu verdanken, dass die Kinder nicht unter dem chronischen Personalmangel in den Kindertageseinrichtungen leiden müssen" widerspricht die Verbandschefin dem Kultusminister; "viele Erzieherinnen arbeiten inzwischen länger als es eigentlich ihrer Teilzeitregelung entspricht, weil sie die Kinder nicht im Stich lassen wollen."
Der Thüringer Landeselternverband begrüßt in diesem Zusammenhang ausgesprochen den Kampf der Opposition für die Verbesserung der Rahmenbedingungen in Kindergärten. SPD und Linkspartei unterstützen seit Jahren konsequent den Kurs des "Volksbegehrens für eine bessere Familienpolitik" und setzen sich für den Einsatz von 2000 zusätzlicher ErzieherInnen in den Thüringer Kindertageseinrichtungen ein.
Bettina Löbl
Vorsitzende
ältere Pressemitteilungen finden Sie im Archiv